Susa_Grossglockner_4..um genau zu sein waren es 4 markante Schritte, die ich in mein Training eingeplant hab, um mich fit für das wohl härteste Rennen in meiner sportlichen Karriere zu machen.

Da meine Heimat relativ wenige längere Anstiege bietet, was für mein Training aber unbedingt notwendig war, hab ich mich entschlossen, mich in diesem Jahr aus dem Wettkampfgeschehen raus zu halten und die Wochenenden (meist ein bißchen verlängert) im Süden Deutschlands oder in Österreich zu verbringen.

Station 1: Die erste Station hat mich und Michi nach Immenstadt geführt, wo wir in Hannes Blaschkes Ferienwohnung Quartier gefunden haben und somit vor der Haustür die perfekten Bedingungen hatten. Erstmals standen vor allem lange Bergtouren mit kurzen Laufanteilen, ruhige aber eben wellige Radausfahren und natürlich auch das Schwimmen im zu der Zeit noch kalten Alpsee auf dem Programm.

Station 2: Gerade wieder daheim angekommen, haben wir aber die Koffer wieder schnell gepackt, da nichts als Regen vom Wetterdienst angesagt war. Unser Argument: den Berg rauf laufen kann man bei jedem Wetter! Gesagt getan – diesmal statteten wir Stefan Holzner und seiner Familie einen Besuch am Thumsee ab und rannten gleich am nächsten Tag auf den nahegelegenen Zwiesel  (1000HM). Am nächsten Tag folgte eine schwere Bergtour auf den Predigtstuhl und glücklerweise hat sich dann endlich der Regen verzogen und es konnte aufs Rad gestiegen werden: 2x Roßfeld mit jeweils guten 800 HM pro Runde, waren ein gelungener Abschluss!

Jetzt war es Zeit daheim die Ablage abzuarbeiten und die Beine etwas auszuruhen. Nach 1 Woche Verschnaufpause, waren die Beine wieder frisch und ich mußte  Michi nicht lange überreden, noch mal in Richtung Allgäu loszuziehen.

Station 3.: Nach einem Tag Berglauf und Schwimmen im See, wurde es Zeit für etwas Spezifik auf dem Rad und wir verschrieben uns ein vierstündiges Kraftausdauer Training auf einer nahe gelegenen, für den Verkehr gesperrten Pass-Strasse, dem Rohrmoos.  Die letzte Einheit war eine wellige Radausfahrt mit einem Haufen Allgäuer, was nicht nur Trainingseffekt, sondern vor allem auch viel Spass mit sich bringt.

Zwischenstation: Staffel in Roth: Es war nicht mein wirklicher Wunsch, denn das Rennen in Roth steht vor allem im Zeichen meiner Athleten und der Messe.Mit schweren Beinen, aber im Bewusstsein, dass es eine gute Trainingseinheit ist, hab ich mich – nachdem mein Vater den Fluten des Kanals entstiegen war – auf mein pinkes Planet X geschwungen und mit 5:10h eine ordentliche Fahrt hinlegen können. Weitaus mehr hat mich mein Bruder mit einem 3:05 Marathon beeindruckt, da er auf Grund seiner beruflichen Tätigkeiten und Zweitstudium eigentlich gar nicht zum Training kommt. Naja.. ein wenig Talent haben unsere Eltern zum Glück mitgegeben!

Station 4: Meine letzte Station sollte die spezifischste der vier Einheiten werden, dafür habe ich mir das Gebiet um den Großglockner ausgesucht. 47km Anstieg -mit leider mehr Steigungsprozent als gedacht.  Zweimal hab ich die Tour mit mehr als 3h Anstieg hinter mich gebracht! Das nenn ich Kraftausdauer.  Am Regentag wurden wieder die Laufschuhe geschnürt und die Schmittenhöhe im Run and Walk beklommen. Genau diese Einheit sind es, was mir das Training für den Norseman so leicht fallen ließ. Hart, aber abwechslungsreich und vor allem unheimlich schön.

Da mir die Steigung des Großglockners für eine 3. Fahrt zu heftig war, haben wir uns für die letzten beiden Tage nochmal auf in Richtung Roßfeld gemacht. Erst ein Wellnesstag mit Sauna und Salzkammer, dann am nächsten Tag 3x Roßfeld (knapp 2500 HM) plus eine Stunde Berglauf mit 500 HM. Abschließend kurz die Beine in den Königssee gesteckt , dann wurde es Zeit für die Heimfahrt!

Abschluss: Irgendwie hatte ich mich schon daran gewöhnt, meine wichtigsten Einheiten fernab von zu Hause durchzuführen. Die letzte finale Einheit hat uns aber nur bis zur Fränkischen Schweiz flüchten lassen: 4.5h überwiegend „Run „– anteilig „Walk“ mit 1000 Hm sollten nochmal den letzt Reiz setzen und auch die Bestätigung, dass gerade im Laufen einiges passiert ist

Jetzt ist es geschafft! Was bleibt ist viel Respekt, aber  unendliche Freunde auf die bisher größte Herausforderung in meinem Sport.