Susanne Buckenlei

Diplomsportwissenschaftlerin und Triathletin – Sport ist mein Leben

Hattrick und Race Record

Norseman

Gesamtsieg 2009, 2010 und 2011

Norseman 2010 Film

Norseman

Norseman 2009 Film

Norseman

Professional Endurance Team

Renntermine 2011:

  • Xterra Italy Sardinien 28.05.2011
  • Xterra Austria 25.06.2011
  • Norseman Extreme Triathlon 06.08.2011
  • Xterra Germany 20.08.2011
  • Xterra Swiss 10.09.2011
  • Challenge Henley UK 18.09.2011

Archiv

Artikel der Kategorie ‘Allgemein

www.marathon-photos.com

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Nachdem der Norseman mit jeder Woche mehr nach dem Rennen sein Gesicht mehr und mehr gezeigt hat, war schnell klar, dass ich mein eigentliches Saisonziel Challenge Barcelona nur als Urlaubsziel ansteuern werde. Trotzdem wollte ich die Saison sportlich beenden, allerdings schien mir die Mitteldistanz meinem Zustand zufolge passender. Der Elbaman stand auch schon seit vielen Jahren auf meiner „To-Do-Liste“ und war 4 Wochen nach dem Norseman genau das Richtige als mein Abschlussrennen. Bekannt für eine sehr schwere, aber landschaftlich wunderschöne Strecke, hat der Elbaman viel Ähnlichkeit mit dem Norseman. Wieder ein Rennen, bei dem Schnelligkeit keine, Kraft aber dafür umso mehr die entscheidende Rolle spielt. Grundsätzlich ja gut für mich.
Zusammen mit meinem Vater bin ich per Auto und Fähre 3 Tage vor dem Rennen auf der traumhaften italienischen Insel angereist, die mir noch aus Kindertagen bekannt war. Trotz Müdigkeit und Rückenschmerzen in der Vorwoche war die Lust auf das Rennen und die Bereitschaft mich nochmal richtig zu „schinden“ groß. Da ich im Gegensatz zum Norseman kein Supportteam im Rennen bei mir haben durfte, hatte ich mir mein Wärmepflaster gegen die Rückenschmerzen schon vor dem Rennen aufgeklebt. Blöder Fehler, wie sich später rausstellen sollte. Das Schwimmen verlief für mich wie meistens im Meer ohne große Probleme und ich kann fast sagen, dass ich richtig Spass dran hatte. Weniger Spass als ich nach 10km auf dem Rad im ersten Schritt bemerkt hab wie müde meine Beine noch sind, im zweiten Schritt dann, dass ich auf irgendetwas Undefinierbarem zu Sitzen schien. Das undefinierbare hab ich mit einem Griff an meinen Rücken schnell als mein Wärmepflaster entlarvt. Ich hätte sehr gern ein Foto von meinem Gesicht in diesem Moment. Und von den Gesichtern der Mänenr hinter mir, als ich mir das Pflaster aus meiner Radhose riss.  Die nächsten 10km hab ich unter ziemlicher Panik, dass plötzlich der Effekt des Pflasters einsetzten könnte verbracht. Zumindest eine kurze Zeit, die ich unter zusätzlichem Adrenalin unterwegs war. Es half aber nicht, gegen die immer stärker werdende Müdigkeit anzukämpfen, die sich mehr und mehr breitmachte, von den Schmerzen im Rücken nicht zu sprechen. Trotzdem hatte ich meinen Spass auf dem Rad, nur ungewöhnlich lahm unterwegs. Als gesamt vierte konnte ich mein pinkes Planet X in der Wechselzone abstellen und meine Laufschuhe anziehen. Leider kam schon ziemlich bald von hinten noch eine Schweizer Athletin angestürmt, die mit dem am Ende schnellsten HM Splitt noch auf Platz 2 vorlaufen konnte. Da der Abstand nach Vorne und Hinten sehr große war, hatte ich mich eigentlich mit dem fünften Platz bereits abgefunden, mit dem Ziel aber zumindest mein  Tempo bis zum Ende sauber zu halten. Dank der Möglichkeit mich auf jeder der 5 Runden selbst zu verpflegen konnte ich mich perfekt ernähren und siehe da, gegen Ende hat sich tatsächlich etwas das man als „zweite Luft“ bezeichnen könnte, gemeldet. Den beiden Mädels vor mir ging es wohl genau umgekehrt, denn am letzten Wendepunkt waren sie plötzlich mit 30 und 60 Sekunden in noch möglicher Reichweite. Als den H..ern nochmal zusammen gezwickt und das Tempo ein wenig erhöht, konnte ich die beiden tatsälich schnell und auch deutlich einholen und distanzieren und durfte mich dann auf den letzten 2km freuen, mir noch den 3. Gesamtrang erkämpft zu haben. Ein dickes Danke an meine Dad, der mich perfekt versorgt hat während der Tage vor und während dem Rennen! Es hat einen Heiden Spaß gemacht mit ihm noch 5 Tage in Italien zu verbringen, bevor es in die nun doch verdiente Pause ging.  Mit meiner Saison bin ich nach dem Sieg beim Norseman sehr, sehr zufrieden, da ich damit einen sportlichen Lebenstraum erfüllen konnte. Schon in Kürze werde ich einen kleinen Ausblickauf das nächste Jahr geben. Es ist mir tatsächlich gelungen noch eine neue Herausforderung nach dem Sieg beim härtesten Langdistanzrennen, zu finden.

lasplayitas4Zusammen mit Co-Arbeiter/Chefé Matthias reiste ich letzte Woche nach Fuerteventura in das Hotel Playitas Grand Resort um das Challenge TriCamp 2010 vorzubereiten. Der neue Standort für das Trainingslager ist optimal. Wir finden auf Fuerteventura gute Straßen mit relativ wenig Verkehr. Einzig die Hauptstraße im Osten ist etwas mehr befahren, aber bei weitem weniger, als die Hauptverkehrs-straßen auf Lanzarote. Das Klima sollte ähnlich sein, daher mit hoher Wahrscheinlichkeit schon sehr warm für die Jahreszeit. Die Insel ist aber genauso windanfällig, wie die Schwesterinsel Lanzarote. Die Topographie ist ebenfalls ähnlich.

Zum Laufen gibt es viele verschiedene Wege, die meist auch eine anspruchsvolle Topographie aufweisen. Es gibt aber auch relativ flache Runden direkt im Resort. Im nahegelegenen Gran Tarajal (5km) finden wir auch eine Tartanbahn vor. Das Highlight ist der nagelneue, beheizte 50m olympische Pool. Hier kommt das Schwimmerherz auf seine Kosten. Noch dazu befindet sich das Resort direkt am Meer, so dass auch das Open Water Schwimmen nicht zu kurz kommen wird. Allen Teilnehmern bleibt die Möglichkeit zwischen sehr schön gelegenen Hotelzimmern oder Appartements zu wählen. Hier sollte für jeden etwas dabei sein. Wir freuen uns schon auf das Trainingslager 2010 und finden die Location perfekt. Wir haben nochmal richtig gut trainieren können, was mich optimistisch für meinen Saisonabschluss in Elba stimmt. Das dürfte wohl das erste Mal in meinem Leben gewesen sein, dass ich eine Woche lange täglich Schwimmen war. Aber bei dem Pool bedarf es keiner zusätzlichen Motivation. Und die Abschlusseinheit im kristallklaren Meer – ein Traum! Mein Trainingseinheit-Favorit allerdings ist ein 13km Lauf zu einem Leuchtturm, der mit vielen Höhenmetern gespickt ist, aber natürlich auch mit einer fantastischen Aussicht belohnt wird. Ideales Trainingsterrain für meine Rückkehr zum Norseman!

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Nachdem der Sieg beim Norseman doch ziemlich viel Kraft und Energie gekostet hat, werde ich meine eigentliche Saisonplanung, die einen Start beim Challenge Barcelona vorsieht, aller Voraussicht nach ändern (ganz sicher ist es noch nicht :-)   ). Hauptgrund keine weitere Langdistanz zu machen, ist aber auch mein Saisonplan für 2010, über den ich in Kürze mehr berichten werde. Ganz ohne Abschlussrennen möchte ich aber nicht in die Pause gehen, somit hab mir  ein weiteres Highlight ausgesucht, um die Saison 2009 zu beenden. Am 27.09 werde ich in Italien beim Elbaman   ( http://www.elbaman.it/ ) an den Start gehen. Ein tolles Event, dass zu einem der schönsten Rennen über die Mittel- und Langdistanz gehören soll. Ich freu mich auf den Kurzurlaub mit meinem Vater, da wir früher bereits häufig unseren Urlaub auf der Mittelmeerinsel Elba verbracht haben.

Quelle: Kai_Otto_Melau

Quelle: Kai_Otto_Melau

Es fällt mir relativ schwer mit Worten einen Bericht zu verfassen über die Zeit in Norwegen, die Ihren Abschluss mit dem wohl härtesten Langdistanz Rennen gefunden hat, denn die Besonderheit des Rennens, die landschaftliche Einzigartigkeit eines Triathlonevents und die Emotionen sind kaum auf Papier zu bringen. Ich kann aber sagen, dass ich überwältigt bin – sowohl vom Rennablauf, dem Land und vor allem der Menschen, die dieses Event organisieren.

Die Umstellung meines Trainings- und Wettkampf-Kalenders hat sich im Nachhinein tatsächlich ausbezahlt.  Trotzdem saß der erste Schock tief, als ich nach meiner Anreise den ersten Blick auf den Gaustatoppen, das 1800 Meter hohe Ziel des Norsemans und die dorthin führende Passstraße mit anschließendem Bergtrail zum Gipfel, werfen konnte. Bilder und Beschreibungen konnten die Höhe und Steilheit des 17km langen Anstieges im Vorfeld nicht annähernd vermitteln. Der Respekt vor dem Rennen wuchs also an, aber dennoch wußte ich, dass genau dieses Finish mein Vorteil in diesem Rennen sein konnte, da mir lange Anstiege im Laufen schon immer gelegen waren.

Schon eine Woche vor dem Rennen bin ich zusammen mit Luise -treue Freundin und vor allem gute Seele und Hilfe (einfach „Manager“ ) in jeder Situation -  angereist, um so wohl die Strecken zu besichtigen, aber auch im Eidfjord etwas Ruhe von meinem alltäglichen Stress meiner Firma zu finden. In einem gemütlichen Appartement mit Balkon und Blick über den Eidfjord, konnte ich Müdigkeit und Arbeitsstress schnell hinter mit lassen und fühlte mich bereits 3 Tage vor dem Rennen „ready to go,go“.  Nach zwei Tagen kamen meine Eltern – weiterer Teil meines Supportteams – an, fehlte nur noch mein Bruder Uli, der das Team am nächsten Tag komplettierte. Es ist unglaublich welche Unterstützung ich von deren Seite erhalten konnte. DANKE!!

Jens hat mir im Vorfeld noch meine unzähligen Fragen zum Rennverlauf, Support durch das Team ect. beantwortet . In einem Rennen, in dem jeder Athlet mit seinem Team für alles selbst verantwortlich ist, ist das Gold wert! Er selbst konnte am Tag vor dem Rennen bei der Auftaktveranstaltung „Mini Triathlon“ mit starker Performance den zweiten Gesamtplatz belegen! Gratulation an dieser Stelle!!

Eine Motivation der besonderen Art gab es im Vorfeld noch durch Felix Walchshöfer, Renndirektor von meinem Heimrennen in Roth, der einen Tag vor dem Rennen aus Deutschland angereist war, um mein Betreuerteam, das aus meinen Eltern, meinem Bruder und meiner Freundin Luise bestand, zu unterstützen. Mit unglaublichem Support konnte ich am Rennmorgen um 4:00 die Fähre, die uns zur Startlinie in Mitten des 16 bis 17 Grad kalten Eidfjords bringen sollten, besteigen. Die Stimmung dort und der Sprung aller Teilnehmer in die Fluten ist unbeschreiblich und einer der Dinge, die dieses Rennen so außergewöhnlich machen.

Besser als erwartet kam ich schon 2 Minuten nach der Führenden Frau aus dem Wasser und konnte nach 15km die Führung übernehmen. Bereits im Vorfeld stand fest, dass ich äußerst verhalten auf dem Rad unterwegs sein werde, da es der Lauf auf den Gipfel sein würde, der dieses Rennen am Ende entscheidet. Bei starkem Gegenwind über die kompletten 180km die mit 3500 Höhenmetern gespickt sind, bedeutete das für mich einen Radsplitt über 7 Stunden. Rückenschmerzen ab dem ersten Anstieg, der sich bereits zu Beginn des Rennens über fast 40km erstreckt, hätte mein Rennen beinahe zunichte gemacht, jedoch hatte ich in die Kisten meines Supportteams ein Wärmepflaster für diesen Fall eingepackt, das schnell seinen Dienst getan hat und ich somit ohne größere Probleme mit ca. 17 Minuten Vorsprung in der zweiten Wechselzone ankam. Schon auf den noch flachen ersten 25km konnte ich einen sauberen Rhythmus laufen und die Splittansagen meines Supportteams unterstrichen mein Gefühl, denn ich konnte den Vorsprung ausbauen.

Nach 25km zeigt der Norseman dann sein eigentliches Gesicht: über 12km geht es mit meist über 12%  Steigung zum Checkpoint an dem mein Bruder als Support sich zu mir gesellen muss, um gemeinsam mit mir die finalen 5km Gerölltrail zum Gipfel des auf über 1800 Meter liegenden Gaustatoppen zu rennen. Mein insgeheimes Ziel bis zum Checkpoint zu laufen und nicht zu gehen, konnte ich erreichen und hatte dennoch beim Einbiegen in den Trail erstaunlich frische Beine. Die Ansage, dass der Streckenrekord noch zu schaffen wäre, ließ mich auch den schwierigsten Part der Strecke noch in hohem Tempo laufen, was am Ende zur 10.schnellsten Marathonlaufzeit im Gesamtfeld geführt hat. Den abschießenden Trail über 4,7km konnte ich sogar schneller als der erste und dritte Mann des Gesamtfeldes absolvieren. Das macht schon ein wenig stolz J  Als 52.des Feldes war ich vom Rad gestiegen, als 22.kam ich als Gesamtsiegerin der Frauen zusammen mit Jens, meinem Bruder und Felix auf dem Gaustatoppen überwältigt von diesem harten aber gigantischem Rennen, an. Auch Luise hat sich auf den langen Weg zum Gipfel gemacht und mit uns zusammen am Ziel dieses einzigartigen Rennens zu stehen! Meine Eltern mußten einige Höhenmeter tiefer die Stellung halten, nämlich an der Stelle, an der die Bergbahn, die im Inneren des Berges die Athleten wieder nach unten bringt, endet. Überglücklich haben sie mich dort später in Empfang genommen, den erreichten Erfolg noch genauso wenig begreifend wie ich selbst in diesem Moment.

Für mich bedeutet dieses Rennen den größten Erfolg meiner Karriere und auch emotional ein bedeutsames Highlight in meinem Leben, was mit Worten schwer zu beschreiben ist.

Gegenströmung und vor allem der eisige Gegenwind auf dem Rad, haben die Bedingungen in diesem Jahr extrem werden lassen. Umso mehr motiviert es mich für die Zukunft, dass ich den bei beinahe Windstille aufgestellten Rekord von 2004 nur um 6 Minuten verpasst habe. Aber das ist nicht allein der Grund wieder zurück zu kehren: viel mehr ist es der Spirit dieses harten und vor allem ehrlichen Rennen und seiner Rennleitung, der mir bleibende Eindrücke und die Lust auf einen erneuten Start im nächsten oder übernächsten Jahr, mit nach Hause gegeben haben.

Wieder möchte ich mich an dieser Stelle bedanken: sowohl bei meinen Sponsoren und Partnern, einer unglaublichen Wettkampfleitung, die dieses Event geschaffen haben, aber ganz besonders  beim meinem Team, dass mich über 13 Stunden ununterbrochen begleitet und versorgt hat. Auch für sie bedeutete der Norseman eine extreme Belastung und Energieleistung. Ohne diesen perfekten Support ist ein Sieg nicht möglich. DANKE ist eigentlich auch hier wieder in Worte gefasst viel zu wenig.

Die Berichterstattungen in den Medien folgen in den nächsten Tagen. Ein sehr schöner Bericht von Jens ist auf www.tri-mag.de zu finden

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