13 Minuten war der Vorsprung, den ich vom Rad mit auf das Laufen nehmen konnte. Ich wusste, dass ich extrem vernünftig gefahren war und somit im Grunde ein problemloses Laufen erwarten konnte. Trotzdem – eine Langdistanz (und gerade diese hier) lässt sich niemals voraus kalkulieren,das macht sie auch so spannend und besonders. Die ersten Kilometer waren die Beine wie erwartet etwas schwer und nach 6:53min auf dem Rad, muss man erst mal seinen Rhythmus in der neuen Bewegung finden. Nach 4km war das dann aber geschafft und ich fühlte mich sehr gut. Lediglich im linken Fuß machten sich von Anfang an Schmerzen bemerkbar.
Nicht nur im Schwimmen, sondern auch auf dem Rad hatte ich das Training dieses Jahr etwas effektiver und umfangreicher gestalten können. Die letzten 2-3 Jahre hatte nicht nie das 100%ige Gefühl auf dem Rad, dieses Jahr dagegen hat mir bereits meine Zeit in der Staffel beim Challenge in Roth gezeigt, dass die Form stimmt. Beim Norseman hat sich das direkt bestätigt. 200km mit 3700 Höhenmetern – das war eine klare Ansage am Vortag bei der Wettkampfbesprechung. Da ich wußte, dass eine ehemalige Radprofi Athletin, die auch noch schnell laufen kann, war ich mir nicht sicher, ob die 20km extra mir, oder doch eher der Spezialistin entgegenkommen.
Mein Wecker hat das erste Mal um 1.30 geklingelt! Schnell eine Flasche Fresubin und einen Kaffee getrunken und dann nochmal 30min ins Bett gelegt. Da ich die ganze Woche gut ausgeschlafen hatte und richtig erholt war, war ich selbst nach nur 1-2h Schlaf hell wach und hatte das Gefühl, dass es jetzt endlich losgehen sollte. Der belastende Druck war einer angenehmen Nervosität und Vorspannung gewichen. Schon jetzt konnte man mir die Freude auf das Rennen ansehen. Noch eine kurze Stretching Einheit und schon gings los.
Jetzt ist er schon wieder Geschichte.. mein dritter Start beim Norseman Xtreme Triathlon.
Rückblickend war es eines meiner schönsten Jahre im Triathlon Sport, da ich mich etwas mehr auf das
Training fokussieren konnte, mein Körper bis auf eine Viruserkrankung richtig gut mitgespielt hat und ich das Training an wunderschönen Orten in verschiedensten Ländern durchführen konnte.