Wie bereits sehr früh verkündet, werde ich auch in diesem Jahr wieder beim Norseman Extreme starten, mit dem Ziel meinen Titel zu verteidigen.
Hier findet Ihr ein Interview zu meinem Rennen und den Ausblick auf das Rennen 2010.
Trotzdem ist der Wunsch geblieben meine Ziele zu steigern, was mir jetzt auch gelungen ist. Zusätzlich zum Norseman werde ich 8 Tage später bei der Premiere des Challenge Langdistanzrennen in Copenhagen am Start stehen. Auch da sind meine Ziele nicht zu gering, aber das soll bis zum Zieleinlauf nur in meinem Kopf bleiben
Ich werde in Copenhagen für Team Streetkids zusammen mit vielen anderen Profiathleten für einen guten Zweck am Start sein und bitte Euch alle kräftig mitzumachen! Mehr Info findet ihr unter http://teamstreetkids.wordpress.com/make-donation/.
Planänderung: Fotoshooting bei Magic!
Heute hatte ich mal wieder Spass der etwas “anderen Art” . Bei Steffen Mayer (Magic Sportfood) meinem Sponsor und Geschäftspartner durfte ich Modell für die aktuelle Kollektion meines Sponsors ODLO spielen.
Tolle Bekleidung, die mir schon beim Norseman treue Dienste geleistet hat!
In Kürze folgen weitere Bilder und bewegte Animationen!
Hat auf jedenfall mal wieder viel Spass gemacht!
Nachdem der Norseman mit jeder Woche mehr nach dem Rennen sein Gesicht mehr und mehr gezeigt hat, war schnell klar, dass ich mein eigentliches Saisonziel Challenge Barcelona nur als Urlaubsziel ansteuern werde. Trotzdem wollte ich die Saison sportlich beenden, allerdings schien mir die Mitteldistanz meinem Zustand zufolge passender. Der Elbaman stand auch schon seit vielen Jahren auf meiner „To-Do-Liste“ und war 4 Wochen nach dem Norseman genau das Richtige als mein Abschlussrennen. Bekannt für eine sehr schwere, aber landschaftlich wunderschöne Strecke, hat der Elbaman viel Ähnlichkeit mit dem Norseman. Wieder ein Rennen, bei dem Schnelligkeit keine, Kraft aber dafür umso mehr die entscheidende Rolle spielt. Grundsätzlich ja gut für mich.
Zusammen mit meinem Vater bin ich per Auto und Fähre 3 Tage vor dem Rennen auf der traumhaften italienischen Insel angereist, die mir noch aus Kindertagen bekannt war. Trotz Müdigkeit und Rückenschmerzen in der Vorwoche war die Lust auf das Rennen und die Bereitschaft mich nochmal richtig zu „schinden“ groß. Da ich im Gegensatz zum Norseman kein Supportteam im Rennen bei mir haben durfte, hatte ich mir mein Wärmepflaster gegen die Rückenschmerzen schon vor dem Rennen aufgeklebt. Blöder Fehler, wie sich später rausstellen sollte. Das Schwimmen verlief für mich wie meistens im Meer ohne große Probleme und ich kann fast sagen, dass ich richtig Spass dran hatte. Weniger Spass als ich nach 10km auf dem Rad im ersten Schritt bemerkt hab wie müde meine Beine noch sind, im zweiten Schritt dann, dass ich auf irgendetwas Undefinierbarem zu Sitzen schien. Das undefinierbare hab ich mit einem Griff an meinen Rücken schnell als mein Wärmepflaster entlarvt. Ich hätte sehr gern ein Foto von meinem Gesicht in diesem Moment. Und von den Gesichtern der Mänenr hinter mir, als ich mir das Pflaster aus meiner Radhose riss. Die nächsten 10km hab ich unter ziemlicher Panik, dass plötzlich der Effekt des Pflasters einsetzten könnte verbracht. Zumindest eine kurze Zeit, die ich unter zusätzlichem Adrenalin unterwegs war. Es half aber nicht, gegen die immer stärker werdende Müdigkeit anzukämpfen, die sich mehr und mehr breitmachte, von den Schmerzen im Rücken nicht zu sprechen. Trotzdem hatte ich meinen Spass auf dem Rad, nur ungewöhnlich lahm unterwegs. Als gesamt vierte konnte ich mein pinkes Planet X in der Wechselzone abstellen und meine Laufschuhe anziehen. Leider kam schon ziemlich bald von hinten noch eine Schweizer Athletin angestürmt, die mit dem am Ende schnellsten HM Splitt noch auf Platz 2 vorlaufen konnte. Da der Abstand nach Vorne und Hinten sehr große war, hatte ich mich eigentlich mit dem fünften Platz bereits abgefunden, mit dem Ziel aber zumindest mein Tempo bis zum Ende sauber zu halten. Dank der Möglichkeit mich auf jeder der 5 Runden selbst zu verpflegen konnte ich mich perfekt ernähren und siehe da, gegen Ende hat sich tatsächlich etwas das man als „zweite Luft“ bezeichnen könnte, gemeldet. Den beiden Mädels vor mir ging es wohl genau umgekehrt, denn am letzten Wendepunkt waren sie plötzlich mit 30 und 60 Sekunden in noch möglicher Reichweite. Als den H..ern nochmal zusammen gezwickt und das Tempo ein wenig erhöht, konnte ich die beiden tatsälich schnell und auch deutlich einholen und distanzieren und durfte mich dann auf den letzten 2km freuen, mir noch den 3. Gesamtrang erkämpft zu haben. Ein dickes Danke an meine Dad, der mich perfekt versorgt hat während der Tage vor und während dem Rennen! Es hat einen Heiden Spaß gemacht mit ihm noch 5 Tage in Italien zu verbringen, bevor es in die nun doch verdiente Pause ging. Mit meiner Saison bin ich nach dem Sieg beim Norseman sehr, sehr zufrieden, da ich damit einen sportlichen Lebenstraum erfüllen konnte. Schon in Kürze werde ich einen kleinen Ausblickauf das nächste Jahr geben. Es ist mir tatsächlich gelungen noch eine neue Herausforderung nach dem Sieg beim härtesten Langdistanzrennen, zu finden.
Zusammen mit Co-Arbeiter/Chefé Matthias reiste ich letzte Woche nach Fuerteventura in das Hotel Playitas Grand Resort um das Challenge TriCamp 2010 vorzubereiten. Der neue Standort für das Trainingslager ist optimal. Wir finden auf Fuerteventura gute Straßen mit relativ wenig Verkehr. Einzig die Hauptstraße im Osten ist etwas mehr befahren, aber bei weitem weniger, als die Hauptverkehrs-straßen auf Lanzarote. Das Klima sollte ähnlich sein, daher mit hoher Wahrscheinlichkeit schon sehr warm für die Jahreszeit. Die Insel ist aber genauso windanfällig, wie die Schwesterinsel Lanzarote. Die Topographie ist ebenfalls ähnlich.
Zum Laufen gibt es viele verschiedene Wege, die meist auch eine anspruchsvolle Topographie aufweisen. Es gibt aber auch relativ flache Runden direkt im Resort. Im nahegelegenen Gran Tarajal (5km) finden wir auch eine Tartanbahn vor. Das Highlight ist der nagelneue, beheizte 50m olympische Pool. Hier kommt das Schwimmerherz auf seine Kosten. Noch dazu befindet sich das Resort direkt am Meer, so dass auch das Open Water Schwimmen nicht zu kurz kommen wird. Allen Teilnehmern bleibt die Möglichkeit zwischen sehr schön gelegenen Hotelzimmern oder Appartements zu wählen. Hier sollte für jeden etwas dabei sein. Wir freuen uns schon auf das Trainingslager 2010 und finden die Location perfekt. Wir haben nochmal richtig gut trainieren können, was mich optimistisch für meinen Saisonabschluss in Elba stimmt. Das dürfte wohl das erste Mal in meinem Leben gewesen sein, dass ich eine Woche lange täglich Schwimmen war. Aber bei dem Pool bedarf es keiner zusätzlichen Motivation. Und die Abschlusseinheit im kristallklaren Meer – ein Traum! Mein Trainingseinheit-Favorit allerdings ist ein 13km Lauf zu einem Leuchtturm, der mit vielen Höhenmetern gespickt ist, aber natürlich auch mit einer fantastischen Aussicht belohnt wird. Ideales Trainingsterrain für meine Rückkehr zum Norseman!