Zum 10ten mal wurde am 19.Juni in Rednitzhembach das 10km lange Jedermannzeitfahren ausgetragen. Die Veranstaltung hat sich im Verlauf der Jahre zu einem etablierten Rennen entwickelt und ist seit einigen Jahren weit mehr als ein Jedermannrennen, was auch die seit letztem Jahr eingeführte Profiwertung untermauert. Für die regionalen Triathleten dient es als Zuspitzung auf die Jahreshöhepunkte und zum Kräftemessen mit eingen Radspezialisten.
Auch in diesem Jahr waren wieder einige PET-Athleten am Start. Bei den Frauen setzte sich zum 7ten mal Susanne Buckenlei durch und gewann das Rennen mit persönlicher Bestzeit von 14:40min (40,9km/h).
Bei den Herren gab es ein Kräftemessen der Hipper Radfreunde mit den Radprofis John Degenkolb und Christoph Schwerdt. Der Mapei-Fahrer Schwerdt konnte in diesem Kräftemessen den zweiten Rang in 12:57min (46,3km/h) erfahren. Nur Degenkolb war 2sec. schneller.
Matthias Fritsch, der das Rennen in der Vergangenheit bereits 3mal gewinnen konnte, zeigte, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört und belegte Rang 8 in 13:32min (44,3km/h). Tobias Wieland, der sich für die Challenge-Staffel am kommenden Wochenende aufwärmte, verbesserte seine Zeit zum Vorjahr um nahezu 45sec. auf 14:09min (42,4km/h). Auch Peter Weindel legte mit 14:31min (41,3km/h) zum Vorjahr zu. Michi Hofmann bewältigte die 10km nicht ganz zufrieden in 14:32min (41,2km/h). Jens Singer, der demnächst seine Benefiz-Tour über 8000km quer durch Deutschland startet, benötigte 14:38min für Runde. Jürgen Sigling vom Radlexpress Feucht war nach 16:22min im Ziel.
Back to the Roots lautet das Motto des Sachsenman. Und so waren die Teilnehmer des Wettkampfes auch darauf eingestellt, nicht unbedingt einen top organisierten Wettkampf, wie man ihn von Veranstaltungen wie Roth gewoht ist, vorzufinden. Die lockere Stimmung vor und während des Wettkampfes hatte zwar etwas Unverkrampftes aber auch Beängstigendes an sich.
Mit dabei die Rother Till Zupancic, Doris Blank, Max Müller, Paul Conrad und Matthias Fritsch, sowie Susanne Buckenlei und Michael Hofmann, die erst eine Woche zuvor in Linz eine Mitteldistanz absolviert hatten und noch etwas Wettkampfroutine sammeln wollten.
Der Start der Light-Distanz über 1km Schwimmen, 100km Radfahren und 10km Laufen spiegelte dann schon das wieder, was auf die Teilnehmer zukommen sollte. Noch während sich die meisten der Teilnehmer einschwammen viel der Startschuß sehr unvermittelt. Keine Startlinie, keine Bitte, dass alle Schwimmer sich zum Start versammeln möchten. Einfach los. Jeder schwamm einfach von da los, wo er sich gerade befand. Die Schwimmstrecke erwies sich dann doch als deutlich zu kurz. Nach zwei Runden und etwa 800m stieg Matthias Fritsch als erster aus dem Wasser, direkt gefolgt von Michi Hofmann und Till Zupancic. Max Müller und Paul Conrad folgten nicht weit entfernt. Susanne Buckenlei und Doris Blank verließen bei den Frauen auch ganz vorne das Wasser.
Auf der anspruchsvollen Radstrecke, die von Pirna ins 80km entfernte Olbernhau führte war dann Orientierung angesagt. Einweisende Helfer waren nur in Pirna auf der Strecke, ab dem Müglitztal war die Strecke dann eher dürftig ausgeschildert. An Abzweigungen musste stark auf den Verkehr geachtet werden, Helfer, die den Verkehr regelten gab es keine. Gleich zu Beginn der Radstrecke setzten sich Hofmann, Zupancic und Fritsch vom übrigen Feld ab, wobei Fritsch nach 30Kilometern seine Kollegen ziehen lassen musste. Bei den Frauen spielte Susanne Buckenlei ihre Radstärke voll aus und distanzierte das übrige Frauenfeld. Doris Blank wuchs in ihrer schwächsten Disziplin über sich hinaus und fuhr ein beherztes Radrennen, das sie als dritte beendete.
Nach “nur” 90km war der Radpart dann zu Ende. Auf den letzten Kilometern am Rad konnte sich Zupancic dann von Hofmann etwa 2 Minuten absetzen und bog als 1ter in die Wechselzone in Olbernhau ein. Hofmann und Fritsch folgten auf den Plätzen 2 und 5. Dort angekommen musste sie jedoch eine Zwangspause einlegen, der auch ca. 30 weitere nachfolgende Athleten zum Opfer fielen. Grund: Die Laufbeutel fanden noch nicht Ihren Weg von Pirna nach Olbernhau. Etwa 20 Minuten nach Zupancic trafen die Laufsachen ein und die frierenden Athleten konnten sich umziehen.
Das Rennen wurde dann erneut gestartet und die Läufer in der Reihenfolge, in der sie vom Rad stiegen, auf die Strecke geschickt. Allerdings stimmten die Zeitabstände spätestens nach Michael Hofmann überhaupt nicht mehr mit den Abständen nach dem Radfahren überein, so dass die Ergebnisse des Männerfeldes ab Platz 3 irregulär sind.
Zupancic und Hofmann ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und brachten ihr Rennen auf Platz 1 und 2 ins Ziel, wobei Hofmann den fast 2minütigen Rückstand auf den “nur” 9km auf 20″ reduzieren konnte.
Die übrigen Ergebnisse standen bei Erstellung dieses Artikels noch nicht fest.
Bei den Damen fielen Buckenlei und Blank der schlecht beschilderten Strecke kurzzeitig zum Opfer und fuhren ein paar Extrameter. Beide ließen sich jedoch davon nicht beirren und setzten ihre Rennen unbeeindruckt fort.
Nachdem bei Ankunft der Damen alle Laufbeutel schon die Wechselzone erreicht haben, wurde das Frauenrennen auch nicht beeinflusst.
Buckenlei bog als erste Frau mit großem Vorsprung in die Wechselzone. Dennoch lies die Rotherin nicht locker und lief mit schnelltem Laufsplit ungefährdet dem Sieg entgegen. Blank stieg als dritte Frau vom Rad und machte sich auf die Verfolgung der vor ihr liegenden. Der Abstand wurde auch geringer, die Strecke war jedoch zu kurz um die Zweite noch einzuholen. Ebenfalls mit schneller Laufzeit belegte Doris den dritten Platz.
Susanne Buckenlei und Michael Hofmann sind beim Half-Ironman in Linz erfolgreich in die Schlussphase des gemeinsamen Trainings für den Quelle Challenge 2007 gestartet. Beide Spitzentriathleten über die Langdistanz ließen mit ihren Topp-Platzierungen auch in der Mitteldistanz durchblicken, dass sie für ihren Wettkampf des Jahres in Roth am 24. Juni sehr gut gerüstet sind. Platz drei für Susanne Buckenlei und Platz vier für den amtierenden Feuerwehrweltmeister und Deutschen Mitteldistanzmeister 2005 Michael Hofmann waren der sichtbare Lohn für den Trainingsfleiß der vergangenen Wochen.
Am Mitteldistanzrennen über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21.1 km Laufen war sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern starke internationale Konkurrenz am Start. Das Vorbereitungsrennen für Roth lief für Susanne Buckenlei, Siegerin über die Langdistanz in Podersdorf 2002, prächtig. Beim Schwimmen im Plechinger See setzte Susanne nach zwei Runden mit 28,54 Minuten nicht nur eine neue persönliche Bestleitung sondern konnte als zweite Frau nach Heike Funk, immerhin Quelle-Challenge Zweite 2003, aus dem Wasser steigen. Auf der Radstrecke mit vier Runden über 23 km fuhr die Heideckerin mit einem 37 km/h-Schnitt die schnellste Radzeit heraus. Die nach dem Schwimmen führende Heike Funk und Susanne Buckenlei kontrollierten sich bei den Wendepunkten gegenseitig, konnten sich aber auf der Radstrecke nicht von der übrigen Frauenkonkurrenz absetzen, weil die folgenden Frauen im Männerpulk “mit radelten” und im leider als sehr windschattenlastig beurteilten Rennen Kraft für den Halbmarathon sparen konnten. Auch bei den abschließenden zwei Runden auf dem Donauradweg konnte Susanne für sich Fortschritte im Laufen ausmachen. Dabei war es für sie eine Genugtuung, dass sie nach den persönlichen Bestleistungen im Schwimmen und Radfahren den dritten Platz aller Frauen und damit einen “Stockerlplatz” bis ins Ziel verteidigen konnte. Buckenlei: “Nachdem ich meine 90 km völlig alleine gefahren bin, hat es mich nicht gewundert, dass eine der folgenden Frauen im Finish noch an mir vorbei zog”. Dabei half es ihr nichts, dass Disqualifikationen wegen unerlaubten Windschattenfahrens nur in der Männerkonkurrenz ausgesprochen wurden.
Michael Hofmann lieferte im Schwimmen ein ebenso gutes Rennen ab. Mit der viertschnellsten Schwimmzeit in 25,02 Minuten konnte er sich auf die Radstecke machen. Trotz viel Wind fuhr er ein sehr schnelles Rennen (38,6 km/h) und konnte sich nach der Raddistanz mit der fünftbesten Zeit auf den dritten Platz noch vor Harald Funk verbessern. Auf der Laufstrecke musste Michael anfangs Harald Funk vorbeiziehen lassen, konnte ihn aber später nach einer Stärkung in der Verpflegungsstelle wieder “einfangen”. Wenige Kilometer vor dem Ziel konnte Michael allerdings dem Angriff des Österreichers Bernhard Keller nicht standhalten und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Da auch im Männerfeld die Basis für schnelle Laufzeiten das Mitfahren im Pulk war, wurde die Freude über den gelungenen Saisonauftakt in Linz auch bei Michael ein bisschen getrübt. Trotzdem ziehen beide Athleten ein sehr positives Fazit aus ihrem Wettkampf in Linz. Mit den gezeigten Leistungen in den Einzeldisziplinen Schwimmen und Rad konnten Susanne und Michael sehr zufrieden sein. In der Disziplin Laufen sind noch Leistungssteigerungen möglich.
Dies unterstrich Michael Hofmann am vergangenen Wochenende trotz seines Einsatzes in Linz beeindruckend mit seinem 2. Platz beim Sachsenman über 1 km Schwimmen, 100 km Radfahren und 10 km Laufen, wo er mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf den Sieger Till Zupancic finishte. Noch besser lief es für Susanne Buckenlei, die den Sachsenman überlegen mit 16 Minuten Vorsprung deutlich gewann und hier auch das Laufen eine deutliche Steigerung nach oben brachte.
Ergebnisse Mitteldistanz Linz Frauen:
1.Hofbauer Anita, Österreich mit 4:38,04 Stunden
(Schwimmen: 30:23 / Rad: 2:32:49 / Lauf 1:31:38)
2.Funk Heike, Deutschland mit 4:41,29 Stunden (Schwimmen 25:14 / Rad: 2:32:33 / Lauf: 1:40:35)
3.Buckenlei Susanne, Deutschland mit 4:45,03 Stunden (Schwimmen: 28:54 / Rad. 2:31:06 / Lauf: 1:41:30) 4:45:03
4.Streiter Ute, Österreich, mit 4:48,41 Stunden (Schwimmen: 29:43 / Rad 2:35:29 / Lauf: 1:40:38)
5.Vonach-Christmann Nicole, Österreich, mit 4:55,11 Stunden (Schwimmen: 34:10 / Rad: 2:35:01 / Lauf: 1:38:54)
Ergebnisse Mitteldistanz Linz Herren:
1.Kristl Filip, Deutschland, mit 4:02,07 Stunden (Schwimmen: 23:15 / Rad: 2:14:10 / Lauf: 1:22:27)
2.Prungraber Karl, Österreich, mit 4:07,09 Stunden (Schwimmen: 28:15 / Rad: 2:15:27 / Lauf: 1:21:13)
3.Keller Bernhard, Österreich, mit 4:18,11 Stunden
(Schwimmen: 26:40 / Rad: 2:24:52 / Lauf: 1:24:13)
4.Hofmann Michael, Deutschland (TSV Roth) mit 4:18,53 Stunden (Schwimmen: 25:02 / Rad: 2:20:26 / Lauf: 1:31:04)
5.Funk Harald, Deutschland, mit 4:19,26 Stunden
(Schwimmen: 25:21 / Rad: 2:20:05 / Lauf: 1:31:28)
Susanne hat es endlich wieder gepackt. Beim Ironman Klagenfurt am 16.7.06 belegte sie einen ausgezeichneten 8ten Platz in der Gesamtwertung der Frauen in 9:52:38h. Nach mehrjähriger Durststrecke auf Grund gesundheitlicher Probleme schaffte Susanne ein hervorragendes Comeback bei dem sie auf den letzten Laufkilometern fast noch die Brasilianerin Fernanda Keller einholen konnte.
In der Damenkonkurrenz, die die Australierin Rebecca Preston knapp vor Lori Bowden für sich entscheiden konnte, wurde Susanne zweitbeste Deutsche hinter Nicole Best.